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Tom findet die schwulste Speisekarte der Welt auf seinem Trip nach Fort Myers und Sanibel-Island

Sonntag

Nach den Messetagen in Orlando und einigen entspannteren Tagen in Fort Lauderdale hieß es heute, die Reise nach Fort Myers am Golf von Mexico stand an. Wir würden durch die Everglades fahren, Sanibel Island mit seinen tollen Stränden besuchen, bevor es dann ab Mittwoch in Richtung Florida Keys gehen würde. Denn am Sonntag findet in Key West der Gay Pride statt, denn wir uns unbedingt anschauen wollen.

Zunächst hieß es aber auschecken und unsere Freunde noch zum Flughafen von Miami bringen. Als wir vier mit unserem ganzen Gepäck vor dem Auto standen, erinnerte es sehr an den Auszug aus Ägypten. Wir hatten alle eindeutig zu viele Sachen eingekauft. Jeden letzten Zentimeter des Wagens stopften wir voll. Ganz behutsam wurde die teure Champagnerflasche in den Fussraum gelegt, damit ihr ja nichts zustößt. Sollte ja schließlich auf dem Rückflug genossen werden, sagten uns unsere Freunde. Doch daraus wurde nichts. Denn am Flughafen angekommen, verhedderte sich die Schlaufe einer Tasche um den Flaschenhals und SCHWUPPS, zerschellte das gute Tröpfchen auf dem Boden. Shit happens!Nach einem kurzen Zwischenstopp in dem Shopping Centre 'Sawgrass Mills' - diesmal nur, weil Edi sich noch einen Koffer kaufen wollte, damit er nicht alles in Plastiktüten umherschleifen musste, wollte ich mal wieder zu einem HardRock Café.
Wie sich herausstellte, gab es das aber seit einigen Jahren nicht mehr.

Stattdessen landeten wir in einem riesigen Laden „Outdoor World“. Da gab es alles, was der Amerikaner für seine Freizeit im Freien braucht – vor allem der Schußwaffen-Bereich irritierte uns sehr. Auch wenn man es immer wieder hört, wie einfach man in den USA an Waffen kommt, so ist es dennoch sehr befremdlich, diese einfach so neben Campingkochern und Angelzubehör zu finden. Sowas kennt man ja nun wirklich nicht bei uns. Da verwunderte uns dann auch nicht mehr das Schild im Eingangsbereich des Restaurants, daß darauf hinwies, daß hier das Tragen von Schusswaffen nicht erlaubt ist.

 

Ich möchte bitte, bitte niemals, daß solche Hinweise in Deutschland nötig werden. Nach diesem unplanmäßigen Aufenthalt ging es los durch die Everglades nach Fort Myers Beach. Ich habe mir die Everglades etwas spektakulärer vorgestellt muss ich gestehen. Aber von der Straße aus – die übrigens 160 km schnurgeradeaus ging – sieht man einfach nur das Schilf links und rechts, und das war's. Ich hoffte, wenn wir am Mittwoch unsere Airboot-Tour machen würden, daß wir mehr zu sehen bekämen.

Nachdem wir den Tag etwas vertrödelt haben, sind wir erst am frühen Abend am 'Pink Shell' Beach Resort & Marina Hotel" auf Ft. Myers Beach angekommen. Wir waren ganz baff von unserem Luxusappartement. Eine große Küche war nur durch eine Theke getrennt vom riesigen Wohnzimmer, das direkt auf den Balkon führte. Vom 6. Stock aus hatten wir einen klasse Blick auf die untergehende Sonne im Golf von Mexiko. Es hatte kurz vor unserer Ankunft einen kleinen Regenschauer gegeben, sodaß wir nun mit dem Gay-Zeichen schlechthin begrüßt wurden – einem Regenbogen. Der Strand sah so einladend aus, daß wir nur kurz unser Gepäck abstellten und gleich durch die Lobby zum Poolbereich gingen, der das Hotel vom Strand trennt.

   

Hier konnte man sich ausmalen, daß dies der perfekte Spielplatz für Familien mit Kindern sein muss tagsüber. Jetzt waren wohl alle beim Abendessen und wir konnten ziemlich allein zum Meer gehen. Das Farbenspiel der Sonne, mit den Gewitterwolken, die sich langsam verzogen, war malerisch. Das Meer war ruhig und so gab es spannende Reflexionen auf der Wasseroberfläche. Zusammen mit dem weißen Strand sah das sehr beeindruckend aus. Wir machten ein Foto nach dem anderen, weil sich die Farben minütlich änderten und es jedesmal noch ein schöneres Bild abgab.

 

Dann meldete sich auch schon der Hunger. Wir fuhren im Auto zurück zu dem Punkt, denn wir als Zentrum von Fort Myers Beach ausgemacht haben – dem Pier. Der Ort besteht eigentlich nur aus einer langgezogenen Straße, an der sich kleine, teilweise sehr bunte Wohnanlagen mit größeren Hotels abwechseln. Dahinter ist der Golf von Mexiko und auf der Rückseite öffnet sich eine große Bucht, an der die Segelschiffe und Yachten angelegt sind. Auch wenn der Ort klein ist, braucht man aber ein Auto um sich fortzubewegen. Wir liefen den Old San Carlos Blvd entlang und kamen an einigen kleinen Kneipen und Restaurants vorbei und entdeckten ein typisch amerikanisches Steakhouse. Es war urig eingerichtet, alles offen gestaltet ohne Fenster und die leichte Abendbrise war angenehm. Zwar liefen überall Sportübertragungen auf den Fernsehgeräten, aber uns störte dies nicht. Das Abendessen war dann auch wieder typisch – wir zwei großen Kerle hätten uns locker eine Portion teilen können. Wiedereinmal fragte ich mich, wer DAS alles essen soll.

Montag

Wir haben gut geschlafen – fast zu gut! Denn nach dem Frühstück waren wir auch schon etwas unter Zeitdruck, da wir zum Edison-Ford Museum in Fort Myers wollten noch vor der Mittagszeit. Wir sind dann auch noch etwas rumgegurkt mit dem Auto, bis wir die richtige Abzweigung zum Museum gefunden haben. Das war zwar ausgeschildert, aber entweder hat ein Schild (natürlich das letzte) gefehlt, oder wir haben uns einfach verquatscht, jedenfalls haben wir es geschafft, zweimal daran vorbeizufahren, bis wir endlich jede mögliche Abzweigung genommen haben und es dann schlußendlich nicht so schwer zu finden gewesen wäre. Denn auf der einen Straßenseite ist das Edison Museum und auf der anderen Seite ist das Strandhaus von Henry Ford.

   

Man fährt also genau mitten durch! Naja, vielleicht waren wir wirklich etwas verpeilt – wie gesagt, wir hatten ja gut geschlafen. Im Museum sind wir auch prompt zwei Männerpärchen begegnet – ein Blickkontakt und alles war klar – gehörten auch zur Familie. Witzig, daß wir uns in einem Technikmuseum treffen. Die Ausstellung war erstaunlich groß. Natürlich wurde die Glühbirne gefeiert und ja – es wurde erwähnt, daß Edison eigentlich gar nicht der Erfinder war, sondern die Idee weiterentwickelt hatte. Es wurden noch sehr viele Erfindungen von Edison gezeigt, die sehr spannend waren. Vor allem seine Visionen über die zukünftige Gewinnung von Energie war der damaligen Zeit weit voraus. Dann ging es zum Henry Ford Haus. Es war ein großes Anwesen mit einer schönen Gartenanlage. Immer wieder begegneten uns darin die Männerpärchen und wir grinsten uns einfach immer nur freundlich an. Wie sich herausstellte waren Ford und Edison sehr gute Freunde und so baute Edison schließlich ein kleines Häuschen nebenan. Natürlich sieht man hier in einer Garage die Oldtimer stehen, aber die Wohnhäuser und ihre alte Einrichtung waren mindestens ebenso interessant. Offenbar war Ford nicht nur ein Autobauer, sondern auch ein großer Botanikliebhaber.

 

Allerlei Arten von exotischen Früchten und Pflanzen sah man hier. So habe ich zum ersten mal in meinem Leben einen Lychee-Baum gesehen und den habe ich mir so riesig niemals vorgestellt. Ich dachte immer, das sind Sträucher. Zum Mittagessen trafen wir uns mit zwei Bekannten, die ebenfalls im Tourismus arbeiten. Von ihnen haben wir dann einen verheerenden (dazu später mehr) Tipp bekommen: Wir sollten auf die Insel Matlacha fahren und dort in die Galerie der Künstlerin Leoma Lovegrove gehen – das wäre ein MUSS! Gesagt, getan. Denn wir wollten eh nach Pine Island, und das lag auf dem Weg. Ähnlich wie auf den Florida Keys sind das hier kleine Inselchen, die über eine Hochstraße miteinander verbunden sind.

 

Auf dieser Seite von Florida haben sich aber eindeutig künstlerisch angehauchte Leute niedergelassen. Vor allem in Matlacha konnte man das überall sehen. Skulpturen und witzig verzierte Briefkästen standen hier und da vor den Häusern. Aber das Haus von Leoma Lovegrove toppte natürlich alle! Die knalligen Neonfarben und die weißen Skultpuren auf dem Dach sind ein absoluter Hingucker. „CLOSED“ - stand auf dem Eingangsschild zur Galerie, als wir hinein gehen wollten. Das gibt’s doch nicht, dachten wir uns, jetzt waren wir schon so heißgemacht worden und nun das! Neugierig schauten wir durch die Fenster ins Innere, um wenigsten einen kleinen Blick auf die Werke zu erhaschen. Da huschte plötzlich eine blonde Gestalt mit einer Dame-Edna-Gedenkbrille daran vorbei: LEOMA LOVEGROVE

 

In Nullkommanix war die Tür offen, wir hineinmanövriert und Leoma schwirrte um uns rum und besprudelte uns mit Fragen. Ich muss sagen, sie ist echt ein verrücktes Huhn! Und ich habe ein breites, liebes Grinsen im Gesicht, wenn ich das schreibe. Denn man kann diese witzige, überdrehte Frau einfach nur augenblicklich ins Herz schließen mit ihrer Art. Sie zeigte uns ihre Bilder und auch ihre Skulpturen im Garten und eigentlich wollten wir da gar nicht mehr weg 

– und dann kam das Verheerende, welches ich vorhin schon angedeutet habe: Edi hat sich in ein besonderes Werk von ihr verliebt. Das passiert eben manchmal einfach so. Tja, und wenn man dann eben im Urlaub ist und genau weiß, dass man eben nur genau diese eine Chance hier und jetzt hat, dann wird die Entscheidung einem nicht leicht gemacht. Etwas Verhandlungsspielraum später und mit einer heiß, heiß, heiß glühenden Kreditkarte im Portemonae verließen wir dann schließlich Leoma und Matlacha. Manchmal ist es aber gut, einfach mal einen Impulskauf zu machen – denn das Bild hat einen tollen Platz in Edi's Haus erhalten. Auch wenn es echt kostspielig war. Schluck! Wir fuhren weiter nach Pine Island. Die große Brücke kostet 2$ Maut. Links und rechts der Straße hatte jedes Haus einen Bootssteg – und wirklich jedes Haus hatte ein eigenes kleine Boot. Was uns aber wirklich in seinen Bann zog, waren die verrückten Briefkästen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit wir damit verbrachten, noch ausgefallenere Exemplare zu suchen. An den meisten sind wir erstmal vorbeigefahren, dann zurückgesetzt, Scheibe runter, Foto, wieder weitergefahren. Wir haben so sicherlich zwei Stunden mit unserer Briefkastenjagd verbracht. Wir waren richtig wie besessen davon. Und hier habt ihr eine seeehr kleine Auswahl der schönsten.

 

 

     

Anschließend wollten wir noch nach Cape Coral – auch Little Germany, oder G-Town, genannt. Denn hier wohnt wohl die größte deutsche Community auf Florida. Cape Coral entpuppte sich als recht große Stadt. Alles ist hier großzügiger und weitläufiger angelegt. Auch hier ist der gesamte Ort von Kanälen durchzogen. Doch im Gegensatz zu Matlacha und Pine Island sind die Kanäle hier wesentlich breiter. Eine Villa mit großer Grünfläche lag hier neben der anderen. Und hier und da wehte tatsächlich auch eine schwarz-rot-goldene Flage.

 

Nach diesem langen Tag waren wir froh, als wir Abends wieder in Fort Myers Beach direkt in einem Restaurant am Pier saßen und unsere Fotos vom Tag anschauten. Dazu gab es ein „Yuengling“ (grins). Nein, daß ist kein junger Kerl zum Nachtisch, lach, (wobei einige an uns vorbeigelaufen sind), nein, es ist ein Bier, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Der Kellner meinte aber, daß Yuengling die erste Brauerei der USA ist.

 

Es hatte am Abend wieder einen kurzen Regenschauer gegeben. Wahrscheinlich heizt sich die Luft über dem Golf von Mexiko tagsüber so auf, daß es hier üblich ist, daß es Abends abregnet. Jedenfalls gab es die nächsten tollen Fotos zum Sonnenuntergang. Auf der Fahrt durch den Ort hatten wir vorher zwei Clubs gesehen, von denen einer auf einer Dachterrasse war. Dort wollten wir eigentlich Abends noch hin, aber ich muss zugeben, wir waren echt platt. Das war doch ein anstrengender Tag. Vielleicht wäre unsere Motivation auch größer gewesen, wenn es sich um einen Gay-Club in Fort Myers Beach gehandelt hätte, aber etwas rein Schwules haben wir hier nicht gefunden.

Dienstag

Ich glaube, daß gute Bett und das Hotelzimmer taten uns nicht gut – denn wieder haben wir viel länger geschlafen, als geplant. Nach der Dusche ging es los. Apropos Dusche. Es ist ja üblich in den USA, daß es keine Handbrause gibt, die an einem Schlauch befestigt wird - wobei sich hier die Frage stellt, wie die amerikanischen Gays sich so auf gewisse Dinge vorbereiten (wo ist das zwinker Smiley) - sondern der Duschkopf direkt an der Wand befestigt ist. Aber was war denn DAS? Zwei Duschköpfe direkt nebeneinander? Für's Paarduschen etwa? Ich habe keine Ahnung, aber vielleicht hat ja einer von euch eine zündende Idee dafür, wofür man solch eine Apparatur verwenden sollte. Würde mich ja interessieren.

So ging es dann erst um 12 Uhr los für uns. Heute stand Sanibel Island auf dem Programm.Die Überfahrt über die Brücke kostete diesmal 6$ Maut. Nachdem wir aus Zeitgründen nur ein kleines Frühstück hatten, hatten wir bereits ein ganz schönes Loch im Magen, als wir schließlich auf Sanibel ankamen. Da kam uns das Restaurant „Island Cow“ genau recht.Es liegt zwar direkt an der Hauptachse der Insel, aber es hat vorne einen Garten und ist etwas nach hinten versetzt. Es war brechend voll! Ein Zeichen, daß es gut sein musste. Wir genossen es, draußen zu sitzen in den Holzliegestühlen, die netterweise in Rainbow-Colors bemalt waren. Der Verdacht, daß der Besitzer gay ist, erhärtete sich noch mehr, als wir in die Karte blickten. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich würde ja sagen, mit Gerichten wie dem 'Big Boy Beef' oder dem 'Two Fisted Corned Beef', welches 'Almost a pound' schwer ist, ist dies die mit Abstand schwulste Speisekarte der Welt!

 

Mit prallgefüllten Mägen fuhren wir in den Norden der Insel. Wir wollten zum schwulen Strand von Sanibel, dem „Bowman's Beach“. Klingt ja zum verwechseln ähnlich zu Boyman's Beach. Fragt mich nicht, ob der Name die Gays angezogen hat, oder der Strand erst später so benannt wurde, nachdem übermäßig viele Männer sich dort rumtummelten.Hier sollte es auch den einzigen Nudist-Beach der Insel geben. Als wir dann dort ankamen, die erste Überraschung – 'Nackt baden verboten'! Wie wir später erfahren haben, wurde das vor kurzem geändert, nachdem zwei Männer (SCHOCK) unsittliche Sachen dort gemacht haben (WIE SCHLIMM!). Die zweite Überraschung war die Parkgebühr. 4$ die Stunde!

   

Nachdem aber auf der Hauptstraße überall Parkverbot ist, muss man wohl oder übel in den sauren Apfel beißen. An dieser Stelle wünsche ich euch allen schon mal viel Spaß dabei, die ganze Enzyklopädie an der Parkuhr und überhaupt alle Verbots- und Hinweisschilder dort zu studieren. Dafür wird man danach mit einem wunderschönen Strand belohnt. Trotz eines Dienstag Nachmittags waren einige Männer dort. Meistens Pärchen. Aber es ist definitiv kein rein schwuler Strand. Es gab auch vereinzelt Familien. Aber generell war der Strand recht leer und wir suchten uns ein nettes Plätzchen und genossen erstmal das warme Wasser und die Sonne. Ich lief etwas am Ufer entlang – natürlich nicht um nach den Kerlen zu schauen, wo denkt ihr hin – nein, NUR um nach Muscheln zu suchen. Von denen (den Muscheln) gab es hier zumindest haufenweise. Wir erinnerten uns, daß wir auf dem Weg hierher an einem Muschelmuseum vorbeigefahren sind und so war der Beschluß schnell gefasst, auf der Rückfahrt dort einen kleinen Abstecher zu machen.„She sells sea shells on the sea shore“ - was das englische Pendant zu unserem 'Fischers Fritze' ist, war hier der Werbeslogan für das Muschelmuseum, zumindest der erste Teil des Zungenbrechers.

 

In dem Museum gab es unzählige Arten von Muscheln. Wir lernten, daß während 'Shells' die flachen Muscheln sind (wie aus der bekannten Tankstelle), sind 'Cones' gedrehte Muscheln, wie man sie von Schneckenhäusern her kennt. Von den letzteren gibt es über 600 verschiedene Arten – und JEDE EINZELNE DAVON IST GIFTIG! Gut zu wissen für den nächsten Schnorchelausflug.

 

Allerdings sind die Muschelarten, die im Süden Floridas zu finden sind, immerhin nicht tödlich für den Menschen (wie beruhigend), sondern eher wie ein Bienenstich.Was mir in diesem Museum am besten gefallen hat, waren aber die Schnitzereien aus Muscheln, sowie die Herstellung von Perlmuttknöpfen, aber auch die Arrangements aus Muscheln. An einer Komposition bin ich ein paar mal vorbeigelaufen und habe mich immer nur gewundert, was da dieser überdimensional große Blumenstrauß mitten in der Ausstellung verloren hat, bis ich erkannte, daß das der Strauß aus winzigkleinen Muscheln bestand. Wahnsinn, diese Arbeit!Geflasht und etwas sonnenverbrannt ging es wieder zurück in unser 'Pink Shell' Hotel, dessen Name jetzt natürlich eine größere Bedeutung für uns hatte. Wir verbrachten einen schönen letzten Abend am Strand und ließen unsere Zeit bei einem gemütlichen Glas Wein auf unserem Balkon ausklingen, bevor morgen dann der letzte Abschnitt unserer Floridareise anbrechen sollte – die Florida Keys mit dem Gay Pride in Key West.

 

 

Tom in Gay Sanibel Island & Fort Myers

  • USA
  • 21.04.2016

Tom findet die schwulste Speisekarte der Welt auf seinem Trip nach Fort Myers und Sanibel-Island

Sonntag

Nach den Messetagen in Orlando und einigen entspannteren Tagen in Fort Lauderdale hieß es heute, die Reise nach Fort Myers am Golf von Mexico stand an. Wir würden durch die Everglades fahren, Sanibel Island mit seinen tollen Stränden besuchen, bevor es dann ab Mittwoch in Richtung Florida Keys gehen würde. Denn am Sonntag findet in Key West der Gay Pride statt, denn wir uns unbedingt anschauen wollen.

Zunächst hieß es aber auschecken und unsere Freunde noch zum Flughafen von Miami bringen. Als wir vier mit unserem ganzen Gepäck vor dem Auto standen, erinnerte es sehr an den Auszug aus Ägypten. Wir hatten alle eindeutig zu viele Sachen eingekauft. Jeden letzten Zentimeter des Wagens stopften wir voll. Ganz behutsam wurde die teure Champagnerflasche in den Fussraum gelegt, damit ihr ja nichts zustößt. Sollte ja schließlich auf dem Rückflug genossen werden, sagten uns unsere Freunde. Doch daraus wurde nichts. Denn am Flughafen angekommen, verhedderte sich die Schlaufe einer Tasche um den Flaschenhals und SCHWUPPS, zerschellte das gute Tröpfchen auf dem Boden. Shit happens!Nach einem kurzen Zwischenstopp in dem Shopping Centre 'Sawgrass Mills' - diesmal nur, weil Edi sich noch einen Koffer kaufen wollte, damit er nicht alles in Plastiktüten umherschleifen musste, wollte ich mal wieder zu einem HardRock Café.
Wie sich herausstellte, gab es das aber seit einigen Jahren nicht mehr.

Stattdessen landeten wir in einem riesigen Laden „Outdoor World“. Da gab es alles, was der Amerikaner für seine Freizeit im Freien braucht – vor allem der Schußwaffen-Bereich irritierte uns sehr. Auch wenn man es immer wieder hört, wie einfach man in den USA an Waffen kommt, so ist es dennoch sehr befremdlich, diese einfach so neben Campingkochern und Angelzubehör zu finden. Sowas kennt man ja nun wirklich nicht bei uns. Da verwunderte uns dann auch nicht mehr das Schild im Eingangsbereich des Restaurants, daß darauf hinwies, daß hier das Tragen von Schusswaffen nicht erlaubt ist.

 

Ich möchte bitte, bitte niemals, daß solche Hinweise in Deutschland nötig werden. Nach diesem unplanmäßigen Aufenthalt ging es los durch die Everglades nach Fort Myers Beach. Ich habe mir die Everglades etwas spektakulärer vorgestellt muss ich gestehen. Aber von der Straße aus – die übrigens 160 km schnurgeradeaus ging – sieht man einfach nur das Schilf links und rechts, und das war's. Ich hoffte, wenn wir am Mittwoch unsere Airboot-Tour machen würden, daß wir mehr zu sehen bekämen.

Nachdem wir den Tag etwas vertrödelt haben, sind wir erst am frühen Abend am 'Pink Shell' Beach Resort & Marina Hotel" auf Ft. Myers Beach angekommen. Wir waren ganz baff von unserem Luxusappartement. Eine große Küche war nur durch eine Theke getrennt vom riesigen Wohnzimmer, das direkt auf den Balkon führte. Vom 6. Stock aus hatten wir einen klasse Blick auf die untergehende Sonne im Golf von Mexiko. Es hatte kurz vor unserer Ankunft einen kleinen Regenschauer gegeben, sodaß wir nun mit dem Gay-Zeichen schlechthin begrüßt wurden – einem Regenbogen. Der Strand sah so einladend aus, daß wir nur kurz unser Gepäck abstellten und gleich durch die Lobby zum Poolbereich gingen, der das Hotel vom Strand trennt.

   

Hier konnte man sich ausmalen, daß dies der perfekte Spielplatz für Familien mit Kindern sein muss tagsüber. Jetzt waren wohl alle beim Abendessen und wir konnten ziemlich allein zum Meer gehen. Das Farbenspiel der Sonne, mit den Gewitterwolken, die sich langsam verzogen, war malerisch. Das Meer war ruhig und so gab es spannende Reflexionen auf der Wasseroberfläche. Zusammen mit dem weißen Strand sah das sehr beeindruckend aus. Wir machten ein Foto nach dem anderen, weil sich die Farben minütlich änderten und es jedesmal noch ein schöneres Bild abgab.

 

Dann meldete sich auch schon der Hunger. Wir fuhren im Auto zurück zu dem Punkt, denn wir als Zentrum von Fort Myers Beach ausgemacht haben – dem Pier. Der Ort besteht eigentlich nur aus einer langgezogenen Straße, an der sich kleine, teilweise sehr bunte Wohnanlagen mit größeren Hotels abwechseln. Dahinter ist der Golf von Mexiko und auf der Rückseite öffnet sich eine große Bucht, an der die Segelschiffe und Yachten angelegt sind. Auch wenn der Ort klein ist, braucht man aber ein Auto um sich fortzubewegen. Wir liefen den Old San Carlos Blvd entlang und kamen an einigen kleinen Kneipen und Restaurants vorbei und entdeckten ein typisch amerikanisches Steakhouse. Es war urig eingerichtet, alles offen gestaltet ohne Fenster und die leichte Abendbrise war angenehm. Zwar liefen überall Sportübertragungen auf den Fernsehgeräten, aber uns störte dies nicht. Das Abendessen war dann auch wieder typisch – wir zwei großen Kerle hätten uns locker eine Portion teilen können. Wiedereinmal fragte ich mich, wer DAS alles essen soll.

Montag

Wir haben gut geschlafen – fast zu gut! Denn nach dem Frühstück waren wir auch schon etwas unter Zeitdruck, da wir zum Edison-Ford Museum in Fort Myers wollten noch vor der Mittagszeit. Wir sind dann auch noch etwas rumgegurkt mit dem Auto, bis wir die richtige Abzweigung zum Museum gefunden haben. Das war zwar ausgeschildert, aber entweder hat ein Schild (natürlich das letzte) gefehlt, oder wir haben uns einfach verquatscht, jedenfalls haben wir es geschafft, zweimal daran vorbeizufahren, bis wir endlich jede mögliche Abzweigung genommen haben und es dann schlußendlich nicht so schwer zu finden gewesen wäre. Denn auf der einen Straßenseite ist das Edison Museum und auf der anderen Seite ist das Strandhaus von Henry Ford.

   

Man fährt also genau mitten durch! Naja, vielleicht waren wir wirklich etwas verpeilt – wie gesagt, wir hatten ja gut geschlafen. Im Museum sind wir auch prompt zwei Männerpärchen begegnet – ein Blickkontakt und alles war klar – gehörten auch zur Familie. Witzig, daß wir uns in einem Technikmuseum treffen. Die Ausstellung war erstaunlich groß. Natürlich wurde die Glühbirne gefeiert und ja – es wurde erwähnt, daß Edison eigentlich gar nicht der Erfinder war, sondern die Idee weiterentwickelt hatte. Es wurden noch sehr viele Erfindungen von Edison gezeigt, die sehr spannend waren. Vor allem seine Visionen über die zukünftige Gewinnung von Energie war der damaligen Zeit weit voraus. Dann ging es zum Henry Ford Haus. Es war ein großes Anwesen mit einer schönen Gartenanlage. Immer wieder begegneten uns darin die Männerpärchen und wir grinsten uns einfach immer nur freundlich an. Wie sich herausstellte waren Ford und Edison sehr gute Freunde und so baute Edison schließlich ein kleines Häuschen nebenan. Natürlich sieht man hier in einer Garage die Oldtimer stehen, aber die Wohnhäuser und ihre alte Einrichtung waren mindestens ebenso interessant. Offenbar war Ford nicht nur ein Autobauer, sondern auch ein großer Botanikliebhaber.

 

Allerlei Arten von exotischen Früchten und Pflanzen sah man hier. So habe ich zum ersten mal in meinem Leben einen Lychee-Baum gesehen und den habe ich mir so riesig niemals vorgestellt. Ich dachte immer, das sind Sträucher. Zum Mittagessen trafen wir uns mit zwei Bekannten, die ebenfalls im Tourismus arbeiten. Von ihnen haben wir dann einen verheerenden (dazu später mehr) Tipp bekommen: Wir sollten auf die Insel Matlacha fahren und dort in die Galerie der Künstlerin Leoma Lovegrove gehen – das wäre ein MUSS! Gesagt, getan. Denn wir wollten eh nach Pine Island, und das lag auf dem Weg. Ähnlich wie auf den Florida Keys sind das hier kleine Inselchen, die über eine Hochstraße miteinander verbunden sind.

 

Auf dieser Seite von Florida haben sich aber eindeutig künstlerisch angehauchte Leute niedergelassen. Vor allem in Matlacha konnte man das überall sehen. Skulpturen und witzig verzierte Briefkästen standen hier und da vor den Häusern. Aber das Haus von Leoma Lovegrove toppte natürlich alle! Die knalligen Neonfarben und die weißen Skultpuren auf dem Dach sind ein absoluter Hingucker. „CLOSED“ - stand auf dem Eingangsschild zur Galerie, als wir hinein gehen wollten. Das gibt’s doch nicht, dachten wir uns, jetzt waren wir schon so heißgemacht worden und nun das! Neugierig schauten wir durch die Fenster ins Innere, um wenigsten einen kleinen Blick auf die Werke zu erhaschen. Da huschte plötzlich eine blonde Gestalt mit einer Dame-Edna-Gedenkbrille daran vorbei: LEOMA LOVEGROVE

 

In Nullkommanix war die Tür offen, wir hineinmanövriert und Leoma schwirrte um uns rum und besprudelte uns mit Fragen. Ich muss sagen, sie ist echt ein verrücktes Huhn! Und ich habe ein breites, liebes Grinsen im Gesicht, wenn ich das schreibe. Denn man kann diese witzige, überdrehte Frau einfach nur augenblicklich ins Herz schließen mit ihrer Art. Sie zeigte uns ihre Bilder und auch ihre Skulpturen im Garten und eigentlich wollten wir da gar nicht mehr weg 

– und dann kam das Verheerende, welches ich vorhin schon angedeutet habe: Edi hat sich in ein besonderes Werk von ihr verliebt. Das passiert eben manchmal einfach so. Tja, und wenn man dann eben im Urlaub ist und genau weiß, dass man eben nur genau diese eine Chance hier und jetzt hat, dann wird die Entscheidung einem nicht leicht gemacht. Etwas Verhandlungsspielraum später und mit einer heiß, heiß, heiß glühenden Kreditkarte im Portemonae verließen wir dann schließlich Leoma und Matlacha. Manchmal ist es aber gut, einfach mal einen Impulskauf zu machen – denn das Bild hat einen tollen Platz in Edi's Haus erhalten. Auch wenn es echt kostspielig war. Schluck! Wir fuhren weiter nach Pine Island. Die große Brücke kostet 2$ Maut. Links und rechts der Straße hatte jedes Haus einen Bootssteg – und wirklich jedes Haus hatte ein eigenes kleine Boot. Was uns aber wirklich in seinen Bann zog, waren die verrückten Briefkästen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit wir damit verbrachten, noch ausgefallenere Exemplare zu suchen. An den meisten sind wir erstmal vorbeigefahren, dann zurückgesetzt, Scheibe runter, Foto, wieder weitergefahren. Wir haben so sicherlich zwei Stunden mit unserer Briefkastenjagd verbracht. Wir waren richtig wie besessen davon. Und hier habt ihr eine seeehr kleine Auswahl der schönsten.

 

 

     

Anschließend wollten wir noch nach Cape Coral – auch Little Germany, oder G-Town, genannt. Denn hier wohnt wohl die größte deutsche Community auf Florida. Cape Coral entpuppte sich als recht große Stadt. Alles ist hier großzügiger und weitläufiger angelegt. Auch hier ist der gesamte Ort von Kanälen durchzogen. Doch im Gegensatz zu Matlacha und Pine Island sind die Kanäle hier wesentlich breiter. Eine Villa mit großer Grünfläche lag hier neben der anderen. Und hier und da wehte tatsächlich auch eine schwarz-rot-goldene Flage.

 

Nach diesem langen Tag waren wir froh, als wir Abends wieder in Fort Myers Beach direkt in einem Restaurant am Pier saßen und unsere Fotos vom Tag anschauten. Dazu gab es ein „Yuengling“ (grins). Nein, daß ist kein junger Kerl zum Nachtisch, lach, (wobei einige an uns vorbeigelaufen sind), nein, es ist ein Bier, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Der Kellner meinte aber, daß Yuengling die erste Brauerei der USA ist.

 

Es hatte am Abend wieder einen kurzen Regenschauer gegeben. Wahrscheinlich heizt sich die Luft über dem Golf von Mexiko tagsüber so auf, daß es hier üblich ist, daß es Abends abregnet. Jedenfalls gab es die nächsten tollen Fotos zum Sonnenuntergang. Auf der Fahrt durch den Ort hatten wir vorher zwei Clubs gesehen, von denen einer auf einer Dachterrasse war. Dort wollten wir eigentlich Abends noch hin, aber ich muss zugeben, wir waren echt platt. Das war doch ein anstrengender Tag. Vielleicht wäre unsere Motivation auch größer gewesen, wenn es sich um einen Gay-Club in Fort Myers Beach gehandelt hätte, aber etwas rein Schwules haben wir hier nicht gefunden.

Dienstag

Ich glaube, daß gute Bett und das Hotelzimmer taten uns nicht gut – denn wieder haben wir viel länger geschlafen, als geplant. Nach der Dusche ging es los. Apropos Dusche. Es ist ja üblich in den USA, daß es keine Handbrause gibt, die an einem Schlauch befestigt wird - wobei sich hier die Frage stellt, wie die amerikanischen Gays sich so auf gewisse Dinge vorbereiten (wo ist das zwinker Smiley) - sondern der Duschkopf direkt an der Wand befestigt ist. Aber was war denn DAS? Zwei Duschköpfe direkt nebeneinander? Für's Paarduschen etwa? Ich habe keine Ahnung, aber vielleicht hat ja einer von euch eine zündende Idee dafür, wofür man solch eine Apparatur verwenden sollte. Würde mich ja interessieren.

So ging es dann erst um 12 Uhr los für uns. Heute stand Sanibel Island auf dem Programm.Die Überfahrt über die Brücke kostete diesmal 6$ Maut. Nachdem wir aus Zeitgründen nur ein kleines Frühstück hatten, hatten wir bereits ein ganz schönes Loch im Magen, als wir schließlich auf Sanibel ankamen. Da kam uns das Restaurant „Island Cow“ genau recht.Es liegt zwar direkt an der Hauptachse der Insel, aber es hat vorne einen Garten und ist etwas nach hinten versetzt. Es war brechend voll! Ein Zeichen, daß es gut sein musste. Wir genossen es, draußen zu sitzen in den Holzliegestühlen, die netterweise in Rainbow-Colors bemalt waren. Der Verdacht, daß der Besitzer gay ist, erhärtete sich noch mehr, als wir in die Karte blickten. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich würde ja sagen, mit Gerichten wie dem 'Big Boy Beef' oder dem 'Two Fisted Corned Beef', welches 'Almost a pound' schwer ist, ist dies die mit Abstand schwulste Speisekarte der Welt!

 

Mit prallgefüllten Mägen fuhren wir in den Norden der Insel. Wir wollten zum schwulen Strand von Sanibel, dem „Bowman's Beach“. Klingt ja zum verwechseln ähnlich zu Boyman's Beach. Fragt mich nicht, ob der Name die Gays angezogen hat, oder der Strand erst später so benannt wurde, nachdem übermäßig viele Männer sich dort rumtummelten.Hier sollte es auch den einzigen Nudist-Beach der Insel geben. Als wir dann dort ankamen, die erste Überraschung – 'Nackt baden verboten'! Wie wir später erfahren haben, wurde das vor kurzem geändert, nachdem zwei Männer (SCHOCK) unsittliche Sachen dort gemacht haben (WIE SCHLIMM!). Die zweite Überraschung war die Parkgebühr. 4$ die Stunde!

   

Nachdem aber auf der Hauptstraße überall Parkverbot ist, muss man wohl oder übel in den sauren Apfel beißen. An dieser Stelle wünsche ich euch allen schon mal viel Spaß dabei, die ganze Enzyklopädie an der Parkuhr und überhaupt alle Verbots- und Hinweisschilder dort zu studieren. Dafür wird man danach mit einem wunderschönen Strand belohnt. Trotz eines Dienstag Nachmittags waren einige Männer dort. Meistens Pärchen. Aber es ist definitiv kein rein schwuler Strand. Es gab auch vereinzelt Familien. Aber generell war der Strand recht leer und wir suchten uns ein nettes Plätzchen und genossen erstmal das warme Wasser und die Sonne. Ich lief etwas am Ufer entlang – natürlich nicht um nach den Kerlen zu schauen, wo denkt ihr hin – nein, NUR um nach Muscheln zu suchen. Von denen (den Muscheln) gab es hier zumindest haufenweise. Wir erinnerten uns, daß wir auf dem Weg hierher an einem Muschelmuseum vorbeigefahren sind und so war der Beschluß schnell gefasst, auf der Rückfahrt dort einen kleinen Abstecher zu machen.„She sells sea shells on the sea shore“ - was das englische Pendant zu unserem 'Fischers Fritze' ist, war hier der Werbeslogan für das Muschelmuseum, zumindest der erste Teil des Zungenbrechers.

 

In dem Museum gab es unzählige Arten von Muscheln. Wir lernten, daß während 'Shells' die flachen Muscheln sind (wie aus der bekannten Tankstelle), sind 'Cones' gedrehte Muscheln, wie man sie von Schneckenhäusern her kennt. Von den letzteren gibt es über 600 verschiedene Arten – und JEDE EINZELNE DAVON IST GIFTIG! Gut zu wissen für den nächsten Schnorchelausflug.

 

Allerdings sind die Muschelarten, die im Süden Floridas zu finden sind, immerhin nicht tödlich für den Menschen (wie beruhigend), sondern eher wie ein Bienenstich.Was mir in diesem Museum am besten gefallen hat, waren aber die Schnitzereien aus Muscheln, sowie die Herstellung von Perlmuttknöpfen, aber auch die Arrangements aus Muscheln. An einer Komposition bin ich ein paar mal vorbeigelaufen und habe mich immer nur gewundert, was da dieser überdimensional große Blumenstrauß mitten in der Ausstellung verloren hat, bis ich erkannte, daß das der Strauß aus winzigkleinen Muscheln bestand. Wahnsinn, diese Arbeit!Geflasht und etwas sonnenverbrannt ging es wieder zurück in unser 'Pink Shell' Hotel, dessen Name jetzt natürlich eine größere Bedeutung für uns hatte. Wir verbrachten einen schönen letzten Abend am Strand und ließen unsere Zeit bei einem gemütlichen Glas Wein auf unserem Balkon ausklingen, bevor morgen dann der letzte Abschnitt unserer Floridareise anbrechen sollte – die Florida Keys mit dem Gay Pride in Key West.