Verborgene Schätze

02.02.2015
 
Verborgene Schätze Foto: Tourism Western Australia
Westaustralien

Für viele seiner Sehenswürdigkeiten ist Westaustralien international bekannt, so zum Beispiel für die Bungle Bungles oder das Schwimmen mit Walhaien. Doch der größte Bundesstaat des fünften Kontinents bietet auch viele verborgene Schätze, die es erst noch zu entdecken gilt.




Die „Mini-Bungles“ im Mirima National Park

Die Gesteinsformationen im Mirima Nationalpark werden häufig als „Mini-Bungles“ bezeichnet, ähneln sie doch ihren sehr viel größeren Cousins der Bungle Bungle Range im Purnululu Nationalpark. Auch die Kalksteinkuppen der Mini-Bungles wurden über einen Zeitraum von 300 Millionen Jahren von der Erosion aus dem Boden herausgearbeitet. Mirima ist der Name, den die Ureinwohner der Region, die auch als „hidden valley“, als verborgenes Tal, bekannt ist, gegeben haben. Der Park, der in kürzester Zeit ab Kununurra zu erreichen ist, bietet unzählige Motive für Fotografen und lädt zu Spaziergängen durch das Buschland ein. Vier verschiedene Wanderwege unterschiedlicher Länge führen durch die beeindruckende Landschaft. Mit etwas Glück erspähen Besucher außerdem Wallabys, Felsenkängurus, Dingos, Schwarzmilane und Finken. http://parks.dpaw.wa.gov.au/park/mirima

Mariner Hotspot Bremer Bay

In der Bremer Bay, die östlich von Albany am Rand des Fitzgerald River National Park liegt, wurde ein neuer mariner Hotspot entdeckt. Killerwale, Riesenkraken, Pottwale und Seevögel finden sich hier jedes Jahr im Februar und März in großer Anzahl im Bremer Bay Canyon ein – etwa 60 Kilometer vor der Küste. Auf Touren mit Naturaliste Charters wurden schon bis zu 100 Orkas an einem einzigen Tag gesichtet. Warum die Tiere hier so zahlreich vorkommen, wird noch von Forschern untersucht. Auch die Südlichen Glattwale kommen in großen Gruppen zum Kalben nach Bremer Bay – nur noch zwei andere Orte in Australien werden hierfür von den Südlichen Glattwalen genutzt. Im australischen Winter können Besucher die sanften Riesen und ihre verspielten Babies von den Klippen am Point Ann und am Trigelow Beach beobachten. www.whales-australia.com.au/bremer-killer-whales

Granite Skywalk im Porongorup Nationalpark

Ein Steg, auf dem man in luftiger Höhe um die riesigen Granitblöcke von Castle Rock wandern kann, bietet eine großartige Rundumsicht auf die Landschaft im Nationalpark, das angrenzende hügelige Ackerland, und sogar bis nach Albany an der Südküste sowie auf die Gipfel des Mount Gardner und des Mount Many im Südosten. Ein drei Kilometer langer, relativ steiler Rundweg (etwa zwei Stunden), der Besucher zum Granite Skywalk bringt, führt durch Wälder mit verschiedenen Eukalyptusarten (Yate-, Marri- und Karri-Bäume) und am berühmten „Balancing Rock“ vorbei. Flache Granitplatten am Wegesrand dienen als Aussichtsplattformen und Picknickplätze gleichermaßen. Karri Lookout ist der ideale Ort, um den Blick auf die Landschaft der Porongurup Range, die Wälder und Tiere zu genießen und seinen Gedanken nachzuhängen. http://parks.dpaw.wa.gov.au/site/granite-skywalk

Shell Beach, der Strand der Herzen
Der Strand, der zum Weltnaturerbe von Shark Bay gehört, besteht aus Milliarden von Schalen kleinster Herzmuscheln. Der Shell Beach gehört zu den wenigen Stränden auf der Welt, an denen der Sand auf diese einzigartige Weise völlig von Muschelschalen ersetzt wurde. Diese Schicht ist auf eine Länge von etwa 100 Kilometern zwischen sieben und zehn Metern dick und die Schalen stammen tatsächlich nur von einer einzigen Muschelart. Ein Spaziergang hier ist ein wirklich besonderes Erlebnis. Außerdem kann man hier baden, Strandgut sammeln oder einfach nur im Sonnenschein entspannen. Der Strand ist sehr beliebt und mit dem Auto ab Denham in 45 Minuten zu erreichen, auch ohne Allradwagen. www.australiascoralcoast.com/attractions-events/natural-wonders-of-the-coral-coast/shell-beach

Im Land der Ardi auf der Dampier-Halbinsel

Auf der Dampier-Halbinsel, die nördlich von Broome beginnt und zur Kimberley-Region gehört, heißen die Saltwater People Besucher willkommen. Die Bewohner der Ardi-Region, wie sie bei den Einheimischen heißt, leben seit Jahrtausenden von der Fülle an Meerestieren, die es hier gibt. Im Rahmen seiner Hunter’s Creek Tagalong Tour zeigt der Aborigine-Älteste Brian Lee Gästen, wie man Mangrovenkrabben fängt. Bei einem Ausflug mit Bundy’s Cultural Tours sammeln Besucher Essen im Busch und dürfen sich bei der Speerherstellung oder im Nachtangeln versuchen. Ein Stopp auf der Perlenfarm Cygnet Bay Pearl Farm, Westaustraliens ältester Perlenfarm, die bis heute in Betrieb ist, darf bei einem Besuch der Dampier-Halbinsel natürlich nicht fehlen. Besondere Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Halbinsel außerdem. An der Küste locken kleine, naturverträgliche Hideaways mit luxuriösen Safari-Zelten, so zum Beispiel Mercedes Cove, Goombaragin Eco Retreat oder das mit Preisen ausgezeichnete Kooljaman at Cape Leveque. www.visitbroome.com.au/discover/dampier-peninsula-ardi

Naturparadies Recherche-Archipel

Aus knapp 100 unberührten Inseln besteht der wunderschöne Recherche-Archipel, der vor der Küste von Esperance im abgeschiedenen Südwesten Australiens liegt und unberührte Wildnis vom Feinsten bietet. Er ist Heimat für Seeadler und Kolonien von Seelöwen und Pelzrobben (auch Seebären genannt). Diese Tiere kann man bei einem Schiffsausflug ab Esperance aus nächster Nähe beobachten. Wer vom Land aus die „Bucht der Inseln“, wie Einheimische sie nennen, betrachtet, dem bietet sich einer der schönsten Meeresblicke Australiens: Reiner, weißer Sand verschmilzt mit dem türkisblauen Wasser, in dem verstreut die kleinen Inseln liegen. Die meisten stehen unter Naturschutz. Nur auf Woody Island können Besucher an Land gehen und dort sogar übernachten. Camping ist hier zwischen September und April möglich; das Angebot reicht von einfachen Zeltplätzen bis hin zu Safari-Hütten, die einen Panoramablick auf das Buschland und die Shearwater Bay bieten. www.woodyisland.com.au